Projekt 52 Games – Thema 04 Minimalismus

 

Das Thema Minimalismus hat mich jetzt schon einige Stunden auf trapp gehalten. Ich habe gesucht und gegooglet um eine passende Definition zu finden. Doch die Problematik besteht darin, dass man dieses Wort auf so viele Themen beziehen kann, dass man einfach keine einheitliche Definition findet. Also habe ich mich gefragt was beschreibt Minimalismus?

Eine geringe Grafik
Möglichst wenig ausgeben
Einen einfachen Sound
Eine einfache Handhabung

Hierzu viel mir dann spontan Tetris ein. Aber was soll man zu diesem Spiel noch schreiben. Jeder kennt es und in Bezug auf Minimalismus erklärt es sich wohl von selbst. Somit bin ich auf eine ganz andere Denkweise gekommen, denn wer sagt dass nicht auch der Mensch in seiner Denkweise minimalistisch gehalten werden kann.

Ich gebe zu um meinen Artikel zu verstehen muss man ein wenig um die Ecke denken und ich muss leider ein wenig spoilern, aber ich habe mich dafür entschieden weil es was ganz anderes ist.

So lautet das Spiel für die heutige Woche Black Mirror.
Hierbei handelt es sich um einen Point and Click Adventure, indem man einen Mann mittleren Alters mit dem Namen Samuel Gordon spielt. Dieser hört sich nicht nur an wie Johnny Depp (zumindest in Deutschland), nein er wurde ihm auch nachempfunden.

 

Aufgrund der Beerdigung seines Großvaters William Gordon kommt er zurück auf das Schloss Black Mirror.
Dies hatte er 12 Jahre zuvor verlassen, nachdem seine Frau bei einem Brand ums Leben kam. Auch den Kontakt zur Familie hatte er danach vermieden. Doch bezüglich der Beisetzung, entschied er sich die Familie noch einmal aufzusuchen.
Er erfährt dass William sich laut Aussage der Familie und Polizei selbst umgebracht haben soll. Da Samuel einfach nicht begreifen kann warum dies so ist, beschließt er länger zu bleiben und Nachforschungen anzustellen, was seiner Familie scheinbar absolut missfällt.

Durch die Recherche die er anstellt erfährt er, dass William versucht hat etwas über einen geheimnisvollen Fluch heraus zu bekommen der schon seit Jahren auf der Familie lastet, und zwar hier auch lediglich auf den männlichen Nachkommen der Familie Gordon.
Mit Williams Notizen im Gepäck macht er sich nun auf die Suche nach den Ursachen.

Zu Beginn eines jeden Kapitels wird man Zeuge davon das Samuel scheinbar an einer sehr starken Migräne leidet und sich eine Tablette nimmt, so wie auch danach in Ohnmacht fällt. Hier leidet er unter starken Alpträumen in denen er teilweise sehr abstrakte Bilder sieht, die einem zu Beginn erst einmal nichts sagen. Nur durch genaues Hinsehen kann man vielleicht eine Kleinigkeit erhaschen, die einem im Spiel weiter bringen kann.

Willow Creek ist ein sehr kleiner Ort, indem eigentlich nie etwas aufregendes passiert. Doch seit dem William tot ist passieren immer mehr Morde auf dem Schloss und in dem kleinen Ort und irgendwie stoßen wir in der Rolle von Samuel immer wieder mit ihnen zusammen. Oftmals hier als eventueller Zeuge. Auffällig ist, dass ihr an allen Orten eines Mordes ein merkwürdiges Symbol findet, das euch auch schon an der Todesstelle von William aufgefallen war. Somit ist für Samuel klar das die Morde zusammen hängen müssen und er macht es sich zur Aufgabe auch diese oder diesen Mörder zu finden und die Tatorte zu untersuchen.

Im Laufe des Spiels werdet ihr vielen zwielichtigen Gestalten über den Weg laufen und vielen Personen denen ihr die Morde durchaus zutrauen würdet. Auch über die dunklen Geheimnisse der Familie Gordon erfahrt ihr immer mehr. Die Möglichkeit zu verdächtigen ist ganz gewiss gegeben. So kamen mir immer Dr. Hermann und Robert Gordon nie ganz koscher vor. Mit dem Gedanken selber hatte ich auch Recht, sie sind nur nicht das was ich gedacht hatte bzw. wofür ich sie gehalten hatte.

Achtung hier folgt nicht nur die Aufklärung zum Minimalismus, sondern es wird auch gespoilert!!!

Also kommen wir hier zum Minimalismus, denn dieses Spiel schafft es uns in unserer Denkweise zu manipulieren. Wir werden eingeschränkt, also in unserem Denkverhalten minimalistisch gehalten. Denn wir schaffen es in diesem Spiel alles und jeden zu verdächtigen und in jedem was schlechtes zu sehen, doch was ist mit uns selber? Stimmt Samuel hat für jeden Mord ein gutes Alibi, denn passiert ein Mord leidet er unter seiner Migräne. Aber woher kommen dann die ganzen Bilder von den Tatorten bevor wir sie überhaupt gesehen haben? Und war es nicht ein Gordon auf dem dieser schreckliche Fluch lastet?
Diese Spiel schafft es hervorragend uns zu manipulieren und einzuschränken, denn wer würde schon den Hauptcharakter des Spiels verdächtigen? Das müssen doch immer die guten sein. Denkst du.
Black Mirror hat es absolut geschafft mich in meinem Denken zu manipulieren und somit vollkommen auf die falsche Fährte zu locken und das ist Minimalismus auf eine ganz andere Art.

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Ein Gedanke zu „Projekt 52 Games – Thema 04 Minimalismus

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