Heavy Rain


Gestern bin ich endlich mal wieder los gezogen um mir ein neues Spiel zu gönnen, denn jeder Spieler kennt das, die Liste mit den Spielen, die man unbedingt noch haben möchte wird immer länger statt kürzer. Um dieser also mal ein bisschen Einhalt zu gebieten, habe mich auf den Weg gemacht um mir Heavy Rain zu zu legen.

Im örtlichen Media Markt also angekommen, habe ich mal wieder festgestellt, dass ich gerade noch das  letzte Spiel ergattern konnte. Stolz wie Oscar also zur Kasse und dann, wir müssen noch Einkaufen. NEIN!

Was Schlimmeres kann doch nicht passieren oder? Man hat endlich das Spiel in der Hand, dass man unbedingt wollte und dann kann man nicht mal direkt nach Hause und es testen -.-

Nachdem wir dann also noch knapp 1 Stunde, die ich schon hätte spielen können, mit Einkaufen verbracht haben, kamen wir endlich Heim und ich konnte los zocken. Dachte ich zumindest. Doch wie es so auf den neueren Konsolen ist muss man die Spiele erst einmal installieren. Für gewöhnlich geht das auch immer recht schnell. Heavy Rain jedoch hat wirklich lange für die Installation gebraucht. Da wünscht man sich doch die guten alten Konsolen zurück bei denen es noch einfach Spiel rein stecken und starten war.

Allerdings muss ich sagen, dass man die Installationszeit wenigstens gut überbrückt hat. Denn hier wird einem mitgeteilt, man möchte bitte das quadratische Blatt aus der Packung entnehmen und der Anleitung auf dem Bildschirm folgen.

So war man schon während der Installation damit beschäftigt, ein Origami zu falten und persönlich muss ich sagen, ist das meiner Meinung nach eine tolle Möglichkeit die Spieler zu beschäftigen, hier könnten sich ruhig mehr Entwickler eine Scheibe abschneiden.

Endlich ist die Installation des Spiels dann auch geschafft und ich starte voller Erwartungen und Vorfreude in eine neue Welt, mit dem Grundgedanken: „Endlich mal wieder Beschäftigung für die nächsten Tage“.

Heavy Rain startet mit einem jungen Mann, den ihr spielt. Er liegt im Bett und wird gerade wach. Durch einen Zettel auf dem Fußboden erfahrt ihr, dass einer eurer Söhne an diesem Tag Geburtstag feiert und eure Frau noch Einkäufe erledigt und dann die Jungs abholt.

Ihr beginnt also mit den täglichen Aufgaben eines Menschen. Duschen, Zähne putzen, anziehen und so weiter. Der Mann heißt Ethan und ist Architekt, so dass ihr auch die Möglichkeit habt noch ein wenig zu arbeiten. Dies empfehle ich euch sogar, da ihr beim Zeichnen eines neuen Gebäudes einiges über die Quicktime Events und die grundsätzliche Steuerung erfahrt.

Zu Beginn scheint somit auf jeden Fall alles sehr harmonisch und idyllisch zu sein. Bis die Familie ein tragisches Schicksal ereilt. Durch dieses Unglück trennen sich Ethan und seine Frau. Am Rande bekommt man auch hier schon mit, dass ein Killer sein Unwesen in der Stadt treibt. Dieser bringt grundsätzlich Kinder um indem er sie ertränkt. Anzeichen von Gewalttaten gibt es hierbei jedoch nicht. Die Leichen hinterlässt er immer mit einer Orchidee in der Hand und einer Origami Figur in der anderen.

Diese Vorgehensweise brachte ihm den Namen Origami-Killer ein. Als dann eines Tages der zweite Sohn von Ethan, Shaun verschwindet, liegt der Verdacht nahe, dass der Origami-Killer hinter all dem steckt. Ethan der furchtbar in Sorge um seinen Sohn ist, macht sich somit auf diesen zu retten. Hierbei bekommt er immer wieder Hinweise, bzw. Prüfungen durch den Killer, der das ganze offensichtlich als ein Spiel ansieht.

Im laufe der Story wechselt ihr immer wieder die Charaktere, so spielt ihr nicht nur Ethan sondern auch noch drei weitere Personen, die scheinbar auf ihre Art und weise mit dem Killer oder dem Vorgang in Verbindung stehen. Die Charaktere:

Ethan Mars ist Architekt und hatte einst ein normales Leben mit Frau und zwei Kindern. Als dies scheinbar durch eine Katastrophe zerstört wird, trennt er sich von seiner Frau. Eine richtige Beziehung zu seinem zweiten Sohn Shaun aufzubauen fällt dem jungen Mann nicht leicht. Dies wir durch Psychische Probleme in Form von Depressionen und Black Outs, bei denen er nicht mehr weiß was er getan hat noch erschwert. Dennoch versucht er alles um seinen Sohn vor dem Origami-Killer zu retten.

Scott Shelby ist ein vorzeitig pensionierter Polizist, der sich als Privatdetektiv selbstständig gemacht hat. Über seine Persönlichkeit ist nicht viel zu sagen, außer das er hilfsbereit zu sein scheint und den klassischen Detektiv darstellt, so wie man sich ihn vorstellt. Im Auftrag der Angehörigen, der bisherigen Opfer, ermittelt er in diesem Fall.

Norman Jayden arbeitet für den FBI als Profiler. Um die hiesige Polizei in dem Fall „Origami-Killer“ zu unterstützen, kommt auch er mit den Tatorten und dem Sachverhalt in Verbindung. Für die Ermittlungsarbeiten nutzt er eine Hightech-Brille und einen Handschuh mit Namen ARI. Im Laufe des Spiels wird man erfahren, dass er von der fiktiven Droge Triptokain abhängig ist und immer wieder mit Sucht, wie Entzugsproblemen kämpft. Während der laufenden Ermittlungen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen durch die Verhör- und Ermittlungsmethoden, die Carter Blake an den Tag legt.

Madison Paige ist eine junge Fotojournalisten. Durch eine chronische Schlafkrankheit übernachtet sie immer wieder in Motels, da sie laut eigener Aussage nur hier richtig zur Ruhe kommt und schlafen kann. Dort wird sie irgendwann auf Ethan Mars treffen und durch diese Bekanntschaft ebenso in den Fall „Origami-Killer“ verwickelt. Auch sie wird Ermittlungen anstellen und versuchen heraus zu bekommen wer dieser Killer ist.

Ihr werdet während des Spiels zwischen diesen vier Charakteren Wechseln und immer wieder die verschiedensten Hinweise finden. Das Spiel selber ist in das Genre Interaktiver Film einzuordnen und wäre meiner Meinung nach ein guter Psycho Thriller. Ihr werdet immer wieder auf die falschen Fährten gelockt und müsst euch beweisen. Allerdings muss ich gestehen, dass das Game zwischendurch schon ein wenig abgedreht ist und durch die Prüfungen und Aufgaben schon fast ein wenig in die Richtung Saw geht. Dennoch bietet es euch immer die Möglichkeit Prüfungen die ihr nicht machen wollt auch nicht zu machen. Ihr spielt Interaktiv und könnt eure eigenen Entscheidungen treffen. Das bedeutet auch, dass ihr grundsätzlich nichts falsch machen könnt, denn jede Entscheidung treibt den Verlauf des Spieles weiter an.

So habe auch ich mich dazu entschieden eine spezielle Prüfung nicht zu machen, da sie mir persönlich zu krank war. Besonders interessant fand ich allerdings, dass man mit der Zeit so in die Charaktere vertieft ist, dass man bestimmte Dinge die man mit einem Charakter in Gegenwart eines anderen (den man auch Spielen kann) macht, die man erst vollkommen richtig findet. Spielt man dann allerdings den anderen Charakter ist man sauer das man es getan hat. Als Beispiel kam ich irgendwann in eine Szene in der ich mit Madison in Ethans Zimmer rum schnüffeln konnte. Da ich diesen Mann aus Sicht von Madison nicht kannte war das für mich auch vollkommen in Ordnung, da ich wissen wollte was das für ein Typ ist. Als ich dann auf einmal in die Rolle von Ethan gewechselt bin, habe ich Madison misstraut und fand sie merkwürdig und war sauer das sie in meinen Sachen rumgeschnüffelt hat, da sie diese nichts angehen.

Das zeigt mir persönlich das man es schafft sich sehr gut auf jeden Charakter den man spielt einzulassen und man für diesen auch selber Partei ergreift. Sehr faszinierend finde ich wie einem die eigene Psyche scheinbar hier einen Streich spielt, denn man denkt und handelt auf einmal wie der jeweilige Charakter den man spielt und nicht so wie man es vielleicht selbst tun würde.

Heavy Rain würde ich auf jeden Fall weiter empfehlen, es hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu spielen, wodurch ich auch leider nur einen Tag und nicht wie ich dachte mehrer Tage beschäftigt war. Das Spiel schickt einen immer wieder auf falschen Fährten und spielt mit einem. Es ist toll gemacht und man fühlt sich wie in einer ganz anderen Welt. Wer sich also für Spiele interessiert, in denen man rätseln und kämpfen, wie auch Geschick beweisen muss, die zusätzlich noch eine gute Story haben, der sollte nicht auf Heavy Rain verzichten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s