Silent Hill – Shattered Memories


Seit langen liegt dieses Spiel nun schon in meinem Schrank und verstaubt. Ich hatte es irgendwann man angespielt aber schon nach der ersten Alptraumpassage die Lust verloren, da ich gemerkt habe nur weglaufen und nicht kämpfen ist einfach nicht meins. Doch will ich mein Geld auch nicht umsonst ausgegeben haben. Somit habe ich mich heute Mittag aufgerafft und Shattered Memories neu für euch gestartet.

Das Spiel startet mit einer Videoaufnahmen, in der ihr Cheryl und Harry sehen könnt. Sie haben Spaß. Cheryl scheint noch sehr jung zu sein. Irgendwann schwenkt das Bild um und ihr seht einen Mann, der sich einen Drink gönnt.

Er ist der Psychologe in diesem Spiel und wird nach Ende ein Profil vom Spieler erstellen. Dieses setzt sich aus euren Antworten und Entscheidungen im Spiel zusammen. Aus diesem Grund auch der auch schon für Silent Hill ausgefallene Sicherheitshinweis:

Dieses Videospiel erstellt während des Spiels ein psychologisches Profil von Ihnen. Es findet heraus wer Sie wirklich sind und verwendet diese Information dann dazu, sich zu verändern. Es setzt diese Information gegen Sie ein – und schafft damit ihren ganz persönlichen Albtraum.

Dieses Spiel spielt mit Ihnen genauso wie Sie mit ihm.

Das Spiel beginnt also. Zu Beginn ist mir schon aufgefallen, dass ich mich sehr schwer mit der Steuerung tue. Ich hatte mir das Game damals für die Wii gekauft und musste feststellen, dass die Steuerung hier mehr als feinfühlig ist. Manchmal reagiert sie hingegen wiederum gar nicht.

Besonders hat mich irgendwann aufgeregt, dass Harry gelaufen ist obwohl ich die Fernbedienung nicht mal in der Hand hatte. Das war für die anstehende Alptraumpassage besonders toll.

Denn anders als wir es von Silent Hill bereits gewohnt sind, haben wir in diesem Teil nicht die Möglichkeit zu kämpfen. Wir werden zwar nur von einer Art Gegner attackiert, doch diese können wir nur durch weglaufen abschütteln oder indem wir sie von uns runter ziehen. Wie ich bereits oben angemerkt hatte, entspricht das nicht ganz den Erwartungen die ich an einen gelungenen Silent Hill Teil stelle.

Mit viel Glück könnt ihr allerdings in den Alptraumpassagen Fackeln finden. Diese werden immer durch ein rotes Licht gekennzeichnet damit ihr nicht vorbei rennt. Entzündet ihr solch eine Fackel haben eure Gegner Angst und sind geblendet, so dass sie euch erst einmal in Ruhe lassen.

Tja die Story des Spiels ist meiner Meinung nur schwer zusammen zu fassen ohne zu Spoilern. Aber dennoch werde ich es mal versuchen:

Ihr spielt Harry Mason der versucht (wie auch vorher schon) seine Tochter Cheryl nach einem Autounfall zu finden. Dazu streift er durch Silent Hill. In verschiedenen Zwischensequenzen findet ihr euch dann beim Psychologen wieder, der euch versucht zu helfen, dass erlebte zu verarbeiten.

Harry wird im Laufe des Spiels auf verschiedene Charaktere treffen, die je nachdem welche Antworten ihr gebt und wie ihr euch entscheidet anders aussehen:

Harry Mason:

Harry Mason ist Autor. Als er mit seiner Tochter Cheryl einen Autounfall hat und sich diese nicht mehr im Wagen befindet als er aufwacht, macht er sich auf diese zu suchen. Harry war mit Dahlia verheiratet und sie hatten gemeinsam lediglich nur diese eine Tochter. Dennoch lief die Ehe problematisch und führte letzten Endes zur Scheidung. Welchen Auslöser Harry dabei selber hatte müsst ihr leider selber herausfinden, da dies mit den persönlichen Antworten zu tun hat.

Dahlia Mason:

Sie ist die Frau von Harry Mason und Mutter von Cheryl. Da die Ehe zwischen Harry und Dahlia schlecht lief haben diese sich von einander getrennt. Je nachdem auf welches Ende ihr im Spiel zusteuert, erscheint euch Dahlia in einer anderen Gestalt. Als Wildfang, Verführerin oder Punk. Außerdem werdet ihr sie immer wieder in verschiedenen Altersklassen antreffen.

Cheryl Mason:

Von Cheryl Mason bekommen wir im Spiel selber kaum was mit, da sie die vermisste Person ist. Zu Beginn können wir Sie als Kleinkind auf einem Video sehen, auf dem sie fröhlich mit ihrem Vater im Lakeview Vergnügungspark rumtollt. Sie wird euch im Spiel immer wieder anrufen und euch somit vor Gefahren warnen. Welche Rolle Cheryl aber genau spielt, werdet ihr erst erfahren, wenn ihr das Spiel zu Ende gebracht habt.

Michelle Valdez:

Auf diese junge Frau werdet ihr in der Highschool treffen. Sie steht auf der Bühne und singt. Nachdem diese Sequenz beendet ist, versucht sie euch bei der Suche nach Cheryl zu helfen. Auch wenn sie sich eigentlich wegen eines Klassentreffens in der Schule befindet. Ganz hoch im Kurs steht bei ihr ihr Freund John. Was ihr im Laufe des Spiels immer wieder feststellen werdet.

Lisa Garland:

Den eingefleischten Silent Hill Freunden ist dieser Name ein Begriff. Wir kennen sie bereits aus dem ersten Teil in dem sie ebenfalls eine Krankenschwester spielte. Auch hier trefft ihr im Krankenhaus auf sie. Sie hatte einen Unfall und blutet am Kopf. Direkte Hilfe möchte sie jedoch nicht, sondern nur nach Hause. Hier hin geleitet ihr sie auch und kümmert euch ein wenig um ihre Verletzung.

Cybil Bennett:

Auch diesen Charakter kennen wir bereits aus Silent Hill 1. Sie ist Polizisten und wird im Spiel unterschiedlich aussehen. Je nachdem wie wir den ersten Fragebogen ausfüllen. Sie kann nett und hilfsbereit sein oder unfreundlich und aggressiv wirken. Dennoch versucht sie uns irgendwie bei der Suche nach Cheryl zu helfen.

Die Grafik des Spiels finde ich persönlich eher mäßig. Zumindest auf der Wii hätte sie meiner Meinung nach besser sein können. Die normale Welt in Silent Hill, ist relativ einfach zu durchlaufen, da hier definitiv keine Monster auf euch warten und ihr in Ruhe stöbern und suchen könnt.

Verlaufen, könnt ihr euch in der realen Welt eigentlich nicht, da es meistens nur eine Möglichkeit gibt. In den Alptraumpassagen sieht das schon wieder anders aus. Hier müsst ihr schnell handeln und habt keine Zeit für sightseeing. Also orientiert man sich an den blau leuchtenden Kannten und Türen, da ihr diese benutzen könnt. Dennoch heißt dies nicht gleich, dass ihr dem richtigen Weg folgt. Das potential sich zu verlaufen oder im Kreis zu rennen ist sehr hoch. Aus diesem Grund habe ich in den Passagen nach Lösung gespielt. Denn ist das reine „ich muss da nur durch kommen“ lange nicht alles. Ab der zweiten Passage beginnt das lustige Spielchen das ihr auch noch unterwegs Rätsel lösen müsst. Was ich persönlich total bescheuert finde.

Man hätte einfach die Rätsel außerhalb der Passagen knackiger gestalten sollen, da diese viel zu einfach waren. Aber vielleicht ist das ja auch nur meine Meinung.

Im Spiel seid ihr im Übrigen mit einem Handy und nicht mit einem Messer oder sonstigen bewaffnet. Ihr werdet in verschiedenen Teilen also immer wieder angerufen, erhaltet SMS oder Gesprächsaufzeichnungen.

Grundsätzlich eine schöne Idee, damit zu zeigen was an diesen Orten schon alles passiert ist. Wird aber sehr schnell nervig. Was mir persönlich auch nicht sonderlich gut gefallen hat, ist, dass man Michelle und Lisa begleiten muss. Denn sobald man sich zusammen mit diesen auf den Weg macht, hat Harry das rennen verlernt und man hat das Gefühl er schläft beim laufen ein. Ja ich glaube fast man könnte ihm unterwegs die Schuhe neu besohlen.

Fazit ist somit: Die Rätsel sind nicht sonderlich Anspruchsvoll, Verlaufen vorprogrammiert, Steuerung mäßig genauso wie die Grafik. Außerdem ist das Spiel sehr kurz in 4 – 5 Stunden auf jeden Fall durch zu spielen. Die Story sehr verwirrend und sonderlich gruselig ist es auch nicht. Mittlerweile muss ich sagen weiß ich warum ich dieses Game nicht mag und es einfach nur rumgestanden hat. Das einzige auf das man sich freuen kann ist das Psychologisch Gutachten am Ende des Spiels. Aber ich muss sagen auch dieses konnte mich nicht mehr beeindrucken. Da ich es nicht mehr ganz genau vorliegen habe, fasse ich euch kurz zusammen was bei mir raus gekommen ist:

Patient Nummer 32 hat eine interessante Psyche. Er ist der Theoretiker. Hält sich für Selbstbewusst und Beherrscht. Versucht logische Schlüsse zu ziehen und verlässt sich hierbei auf seinen Verstand. Hört Wörter wie Genie oder Intelligent gerne. Es fällt ihm leichter zu beleidigen als über seine Gefühle zu reden. Der Patient ist ruhig, denkt aber immer nach. Dadurch hat er sich es angeeignet zu analysieren. Bei Diskussionen verwendet er häufig das Wort logisch. Er mag es an Problemen zu arbeiten. Geht aber nur schwerlich Kompromisse ein. Die Familie steht immer im Vordergrund. Er ist verlässlich. Zusammengefasst der Theoretiker…

Im Übrigen, war der Psychologe sich in Bezug auf meine Sexualität nicht ganz sicher.

Ganz ehrlich ob dieses Profil wirklich so 100 % auf mich zutrifft weiß ich nicht. Dennoch war es das worauf ich mich am meisten gefreut habe, was aber auch relativ unspektakulär gewesen ist. Somit bleibt mir nur noch abschließend zu sagen, dass ich Silent Hill Shattered Memories nicht weiterempfehlen würde.

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5 Gedanken zu „Silent Hill – Shattered Memories

  1. Schöner Bericht! Wie ist es denn mit dem Weglaufen? Kommts da quasi nur auf schnelle Reaktion an und/oder muss man sich per trial&error den richtigen Weg suchen?
    P.S. Könntest du SH-SM bitte mal für mich kurz durchspielen und mir dann mein psychologisches Gutachten mitteilen? 😛

    • Lol nicht ohne das du dabei bist 😉
      Bringt ja nichts sonst antworte ich das was ich auch für mich als richtig empfinde und dann bekommst du mein Profil. Kombination aus beiden. Entweder machst du es wie ich und spielst mit Lösung damit du gleich weißt wo du hin musst oder du machst auf trial & error und dann musst du oder solltest du halt auch schnell sein damit dich die Monster nicht zu packen bekommen. In der letzten Alptraumpassage kannst du dann wirklich nur noch trail & error machen weil die Räume alle gleich aussehen. Die einzige Möglichkeit die du hast um dich zurecht zu finden, ist Schränke umzuschmeißen um dir selber ein Zeichen zu hinterlassen „Ah hier war ich schon“. Du hast halt keine Zeit stehen zu bleiben und dich lange um zu sehen, denn es ist na nicht nur ein Monster, sonder 4 -5 auf einmal und die musst du dann auch wieder los werden. Also nimmt man das einfach hin wenn man sich mal vertan hat 😉

  2. War das grad eine Einladung? 😛
    In Downpour hast du einmal die „Open World“-Verfolgungen, in denen du beim Herumlaufen Monster triffst und dann entweder weglaufen oder kämpfen kannst. Das ist (beides) recht unspektakulär.
    Und dann gibts noch spezielle Flucht-Sequenzen mit einem unbekämpfbaren Monster, was theoretisch schön in das Spiel passen würde, wenn es dieses Gefühl von Panik auslösen würde. Aber die Umsetzung und die Steuerung sind dann doch eher frustrierend, was ich echt schade finde.

  3. P.S. Ich les grad, daß die vielen Probleme mit der Silent Hill HD Collection ihre Ursache darin haben, daß man den Entwicklern ganz am Anfang eine falsche Version des SH2/3 Quellcodes gegeben hat…. Unfassbar. oO

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